Agenda 21 – Schule der Zukunft

Definition Agenda 21

Die Kampagne „Agenda 21 in der Schule“ löst ab 2003 die frühere Aktion „Umweltschule in Europa“ ab, deren Organisationsrahmen sie übernimmt. Die Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) koordiniert landesweit die Kampagne, Träger sind das Schul- und Umweltministerium NRW.
Schulen aller Schulform können teilnehmen mit dem Ziel, die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung konkret im Unterricht, in Projekten und Aktionen sowie im Schulleben insgesamt umzusetzen. Für interessierte Schulen bietet die NUA ausführliche Informationen zum Mitmachen (z.B.: Nutzung erneuerbarer Energien, Möglichkeiten eines Öko-Audits, Maßnahmen zur Gestaltung des eigenen Schulumfeldes, Partnerschaften mit Schulen in der Dritten Welt, …).
Nach Ablauf einer zweijährigen Projektphase dokumentiert die Schule ihre Ergebnisse. Danach werden die Projekte evaluiert und ggf. zertifiziert.

Die Landeskampagne „Schule der Zukunft – Agenda 21 in der Schule“ wurde bis 2008 verlängert. Schulministerin Barbara Sommer und Umweltminister Eckhard Uhlenberg rufen alle Schulen in NRW zum Mitmachen auf.
Ab Frühjahr 2008 werden die Schulen, die ihre Ziele erreicht und ihre Entwicklung dokumentiert haben, öffentlich ausgezeichnet. Die Ergebnisse können als Vorbilder zeigen, wie nachhaltige Entwicklung in der Schule gestaltet werden kann.

UN-Dekade für nachhaltige Bildung:

unser Beitrag auf dem Weg zu einer

zukunftsfähigen Schule

Ziele für das Schulprogramm der Herzogschule

Leitidee:

Wir engagieren uns dafür,
Kinder zu befähigen,
die Zukunft verantwortlich mitzugestalten.

Laut der Agenda 21 ist Bildung die „unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und für die Verbesserung der Fähigkeit, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinanderzusetzen. Bildung ist die Grundlage für die Schaffung eines ökologischen und ethischen Bewusstseins und für die Schaffung von Werten, Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar sind“ (vgl. UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung, Rio de Janeiro 1992 und Schulprogramm Grundschule Dehme).

Als Bildung für eine nachhaltige Entwicklung verstehen wir einen Beitrag zur Allgemeinbildung, der Menschen in ihren Kompetenzen für die Bewältigung der Zukunft stärkt.

Dazu gehören folgende Schlüsselqualifikationen:

  • „Vorausschauendes Denken
  • Interdisziplinäres Herangehen
  • Vernetztes Denken als Voraussetzung für planerisches Handeln
  • Fähigkeit zur Solidarität
  • Kompetenz für transkulturelle Verständigung und Kooperation
  • Fähigkeit, sich und andere motivieren zu können
  • Kompetenz zur distanzierten Reflexion über individuelle und kulturelle Leitbilder“ (Gerhard de Haan, in: Politische Ökologie, März 2000)

In wesentlichen Elementen stimmen die Ziele der Schulentwicklung der Herzogschule mit den Zielen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung überein, wie z.B. in den Bereichen Öffnung von Schule, Partizipation, Selbständiges Lernen.

Konkret wird das Schulleben der Herzogschule insbesondere durch folgende Elemente und Projekte nachhaltig gestaltet und dadurch Handlungsbereitschaft und soziale Verantwortung gefördert:

·        Herzogschule putzmunter

–         Wettbewerb für einen sauberen Schulhof mit allen Klassen und mit dem Ganztag zwischen Sommer und Herbstferien

·        Leverkusen putzmunter

–         Jährliche Teilnahme an der Säuberungsaktion auf dem Birkenberg
und um die Schule herum

·        Energie/Abfall sparen in der Schule

–         Aufnahme des Themenschwerpunktes in das Schulprogramm

–         Entwicklung von Unterrichtsbausteinen im Sachunterricht zum Thema

–         „Energiequellen und –formen sowie Möglichkeiten der Energieeinsparung kennen lernen/Abfall vermeiden und trennen/Bedeutung und Wege eines sparsamen Umgangs mit Ressourcen erproben und reflektieren/ Zusammenhänge zwischen Konsumverhalten und Umweltproblemen untersuchen“(Lehrplan Sachunterricht 2003)

–         evtl. Zeigen von Filmen zum Thema für alle Kinder

–         Energiespar-/ Mülldiät – Wettbewerb der Klassen

–         Durchführung durch die Energiesprecher

–         Halbjährliche Verleihung der Goldenen Glühbirne

–         Information der Erstklasseltern über müllfreies Frühstück und Teilnahme

am Programm „Agenda 21 in der Schule“

–         Besuch der „Ausbildung zum Müllvermeidungsprofi“ und des Programms

„Teddybärs Picknick“ auf NaturGut Ophoven mit allen 1/2er Klassen

–         Bestimmung von 2 Energiesprechern je Klasse und Ganztagsgruppe

–         Treffen der Energiesprecher zur Energiekonferenz alle 2 Wochen dienstags von 13.45 bis 14.30 Uhr

–         Besuch des Wertstoffzentrums oder des Müllheizkraftwerkes in Klasse 3/4
·        Kooperation mit anderen Schulen und Institutionen

–         Kooperation mit dem Landrat Lukas Gymnasium und mit NaturGut Ophoven

–         Teilnahme am Energiespar-Wettbewerb KLASSE Leverkusen und an der Ausschreibung „Schule der Zukunft“ www.agenda21schulen.nrw.de

–         Besuch von Fortbildungen zum Thema Agenda 21
·        Initiative 2000-plus – Schulmaterialien aus Recyclingpapier

–         Aufnahme des Themenschwerpunktes in die verbindlichen Inhalte des

Schulprogramms / Schulkonferenzbeschluss anstreben

–         Besuch des Programms „Papierfüchse aufgepasst“ auf NaturGut Ophoven mit allen 3/4er Klassen

–         Entwicklung von Unterrichtsbausteinen

–         Teilnahme an der Initiative 2000 plus/ Dia-Vortrag „Aus dem

Leben eines Schulheftes“ (Frau Ben Hicham/NaturGut Ophoven) für alle Erstklasseltern

–         Unterschriftenaktion in allen Klassen und auf Elternwunsch ?? auch bei den Klassenpflegschaften

–         Organisation der Papier- und Heftbeschaffung durch die Schule
·        Schulinterne Fußball-WM „Fair geht vor“

·        Etablierung eines Ganztagsrates geführt von Kindern

·        Etablierung der Kinderkonferenz

·        Schulgeländegestaltung

–         Gestaltung des Vorgartens als Wildstaudenbeet umgeben von teilweise Obst tragenden Sträucher mit Kindern und Eltern aus dem Offenen Ganztag in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtgrün und Übernahme der Pflege für diesen Vorgarten, der ansonsten als Rasenfläche geendet hätte

–         Planung eines naturnahen Schulgeländes nach dem Motto: „Vom Asphalthof zum naturnah gestalteten Lern- und Spielort“

–         Partizipation der ganzen Schulgemeinde und weiterer Institutionen

–         Schrittweise Umsetzung der Planung ab 2008

Nachdem wir zu Beginn des Schuljahres über umweltfreundliche Mobilität gesprochen haben, werden eine Woche lang grüne Meilen gesammelt.

Die Bayer Giants mit den stolzen Energiesprechern, denn unsere Schule hat die meisten grünen Meilen in Leverkusen gesammelt

Anschließend geht  es um die Themen „Strom und Heizenergie“ und um richtiges Lüften.

An die Außentüren kommen Schilder; „Tür zu bitte! Danke, sonst kommt die Kälte rein“, um Heizenergie zu sparen.

Strom aus! Kein Stand-by – Aufkleber für alle Elektrogeräte der Schule
                                                                                                                                                                                      
           Nach der 2. Klimakonferenz auf NaturGut Ophoven kümmern wir uns um die Themen  „Müllvermeidung und Mülltrennung“.
Ist der Müll auch richtig sortiert? In den Restmüllcontainern finden wir noch eine ganze Menge Papiermüll.
Neue Aufkleber für unsere Müllbehälter stellt unsere Oberenergiesprecherin Lilian vor
Altes ist für andere neu – unsere Tauschbörse hilft Müll vermeiden

Während der Tauschbörse klönen die Eltern gemütlich im Elterncafe.    Wir unterstützen zusammen mit den anderen Klimabotschaftern die Müllsammelaktion „Leverkusen putzmunter“

Klimaschutz – jeder, jeden Tag – das ist unsere Devise

Mit dem Klimaschutz-Banner werben wir auch in der Schulgemeinde für den Klimaschutz.


Bayer Giants ehrten kleine Klimaschützer

Die Bayer Giants verteilen die Urkunden an die Energiesprecher

„Ich bin jeden Tag zu Fuß gekommen, denn meine Eltern haben extra kein Auto.“, erklärt Ronja Eppert, 7 Jahre. Sie hat wie ihre Klassenkameraden aus der Herzogschule jede Menge Klimameilen für Cancún gesammelt. 282 Kinder aus Leverkusen haben in diesem Jahr an der Aktion „Grüne Meilen für das Weltklima“ teilgenommen. Neben der klimafreundlichen Mobilität waren in diesem Jahr erstmals die Themen Energiesparen und regionale Lebensmittel Thema.

Die Bayer Giants mit den stolzen Energiesprechern

„Ziel der Aktion ist es, Kindern auf spielerische Weise zu vermitteln, klimafreundlich zu leben.“ erklärt Ute Rommeswinkel vom NaturGut Ophoven. Der Förderverein NaturGut Ophoven hat im Rahmen der Kampagne „Klimaschutz: Jeder, jeden Tag“ die Materialien für die Schulen zur Verfügung gestellt. Jede Grüne Meile steht für einen klimafreundlich zurückgelegten Alltagsweg, für eine Mahlzeit aus regionalen Lebensmitteln oder eine Energiesparmaßnahme in der Kindereinrichtung.

„Den Kindern hat es sehr viel Spaß gemacht, die Klimameilen zu sammeln“, erklärt Susanne Ben Hicham, Lehrerin an der Herzogschule. Für jeden Weg, den die Schülerinnen und Schüler zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus zurückgelegt haben, konnten sie einen grünen Aufkleber in ihr Heft kleben. „Es gab sogar Kinder, die mit ihren Eltern aus Bergisch-Neukirchen mit dem Fahrrad gekommen sind. Außerdem sind neue Fahrgemeinschaften durch die Aktion entstanden.“ erklärte die Lehrerin.

Insgesamt wurden von der Herzogschule in Opladen und der Hans-Christian-Andersen-Schule aus Leverkusen-Hitdorf Grüne Meilen gesammelt. Sie fließen in das Ergebnis von 2,6 Millionen Kindermeilen, die von 160.000 Kindern aus zehn Ländern gesammelt wurden. Diese wurden am 1. Dezember auf der UN-Klimakonferenz in Mexiko an die Generalsekretärin des UN-Klimasekretariats Christina Figueres übergeben, um zu zeigen, dass die Kleinen ihre Hausaufgaben in Sachen Klimaschutz bereits gemacht haben und nicht nur wie die Großen auf der UN-Klimakonferenz darüber reden, was getan werden könnte.

Für ihren Einsatz ehrten die Basketballspieler der Bayer Giants die kleinen Klimaschützer mit Urkunden und einer Einladung zum Basketballspiel am Freitag 17.12.2010 gegen die Hertener Löwen. Der Basketballspieler Felix Engel: „Wir unterstützen gerne diese Aktion und freuen uns, wenn ihr uns alle beim nächsten Heimspiel tatkräftig anfeuert. Wenn ihr alle kommt, gewinnen wir ganz bestimmt!“ Besonders beeindruckt zeigten sich die Schulkinder vom 2,05 Meter-Spieler Nick Michael. Der Amerikaner ließ alle geehrten Kinder bei ihm abklatschen, was den Kinder besonders viel Spaß machte.

Hintergrund zur Leverkusener Klimakampagne:
Die Aktion ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Klimaschutz – jeder jeden Tag“, die seit Oktober 2007 vom NaturGut Ophoven, dem BUND und dem NABU organisiert wird. Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen Leverkusener Bürger den Klimaschutz nahe bringen. Mehr unter: www.naturgut-ophoven.de

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