Leverkusener Klimabotschafter entlang der Bildungskette 2011/2012

Zum zweiten Mal werden auf dem NaturGut Ophoven Klimabotschafter ausgebildet. Im Rahmen von zwei Workshops – so genannten „Klimakonferenzen” erfolgt die Ausbildung diesmal entlang der Bildungskette, d.h. Kindergartenkinder lernen zusammen mit Grundschülern und Schülern der Klassen 5 bis 7. Aus fünf Leverkusener Kindergärten, neun Grundschulen und fünf weiterführenden Schulen kamen 59 Kindergartenkinder, 69 Grundschüler und 84 Sek I-Schüler. Die erste Konferenz fand im November zum Thema „Energiesparen“ statt, im Februar zum Thema „Müllvermeidung“. Regelmäßig treffen sich die Klimabotschafter mit der „Klima-Lehrerin” bzw. „Klima-Erzieherin“, um das Gelernte ihren Mitschülern bzw. den anderen Kindergartenkindern zu vermitteln.  Am 24.6.2012 endet beim NaturGut Sommer das Projekt. Dann erhalten alle Leverkusener Klimabotschafter Urkunden für ihr Engagement. Bis dahin werden sie viele Dinge in ihren Kindergärten und Schulen zum Thema Klimaschutz umsetzen.

Das Projekt wird gefördert von: Bayer Science Foundation

Klimakonferenz „Müllvermeidung” 

Am 23. und 24. Februar 2012 haben die Kinder bei einer weiteren Konferenz gelernt, wie sie in ihrer eigenen Schule bzw. im Kindergarten und zu Hause Müll vermeiden können.
Dr. Schrotti, der berühmte Professor von der „Mülliversität”, war mit seinen Assistenten Gast auf der Klimakonferenz. Er hat zum Start den Klimabotschaftern seine berühmte Vorlesung über die Mülldiät gehalten. So wusste er zu berichten: „Wenn man den gesamten häuslichen Müll eines Jahres in Deutschland auf einem Fußballfeld aufstapeln würde, wäre der Stapel fast 6000 Meter hoch! Damit wäre er zweimal so hoch wie die Zugspitze (2962m), der höchsten Berg Deutschlands.”
Dabei lernten die Kinder spielerisch und abwechslungsreich, dass der beste Müll der ist, der gar nicht erst entsteht. Also Brotdose und wiederbefüllbare Trinkflasche benutzen statt Alufolie und Tetrapack. Und wenn Müll in der Schule anfällt, muss der natürlich richtig sortiert werden, sonst klappt es mit dem Recycling nicht. Dafür bekamen die Klimabotschafter für alle Räume in ihren Einrichtungen Aufkleber für die Abfallbehälter, die die AVEA gesponsert hat. Außerdem erfuhren sie, dass ein Restmüllcontainer teure 2871 Euro Müllgebühren kostet, ein Papiercontainer dagegen nur ganze 61 Euro im Jahr. Richtige Mülltrennung kann also auch viel Geld sparen.
Beim Spiel „Naturkreislauf” lernten alle Kindergartenkinder, Grundschüler und Schüler der weiterführenden Schulen, was mit dem Müll im Wald passiert.  Gemeinsam spielten sie den Naturkreislauf nach und erlebten, was Kompostwürmer gerne fressen. Nach dem Spiel war allen klar, dass man keinen Müll in die Natur werfen darf.

Außerdem lernten die Klimabotschafter, dass wir Deutschen unglaublich viel Papier verbrauchen, und zwar ungefähr 600 g pro Tag. Im Jahr sind das 250 kg Papier pro Person und damit verbrauchen wir mehr Papier als ganz Afrika und Südamerika zusammen. Es ist daher wichtig Papierprodukte aus Recyclingpapier zu benutzen und Papier so sparsam wie möglich einzusetzen. Gemeinsam wurden Papierspartipps wie „Rückseite bedrucken” oder „Lappen statt Küchenrolle“ entwickelt.

Impressionen von der Klimakonferenz zum Thema „Müllvermeidung“ am 23.02.2012 mit unseren Energiesprechern

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